Werkstätte für Orgelbau

Benedikt Friedrich

Stadtkirche Wunsiedel

Zu Beginn des Jahres haben wir mit der Überarbeitung der Steinmeyer-Orgel in der Evang.-luth. Stadtkirche St. Veit in Wunsiedel begonnen.

Das Instrument wurde ursprünglich im Jahre 1906 von der Orgelbaufirma G.F.Steinmeyer & Co. aus Oettingen als Opus 895 erbaut und 1954 umgebaut und erweitert. Das Werk besitzt heute 39 klingende Register (zzgl. zwei Transmissionen) verteilt auf drei Manualen und Pedal. Die Windladen wurden ursprünglich als rein pneumatische Taschenladen erbaut und 1954 elektrifiziert.

Orgelgeschichte in St. Veit:

„Ende September 1903 brannte die Kirche durch Blitzschlag ab, die einstürzende Decke demolierte die alte Orgel, ihre Reste wurden 1904 zerschlagen und weggeräumt. Der ursprünglich geplante Neurenaissance-Prospekt wurde vom Bauamt Hof abgelehnt, so daß das Neubarockgehäuse zur Ausführung kam. Es ist streng historisierend; jedoch gibt es für die beiderseits der Spitztürme befindlichen doppelten Flachfelder kein authentisches Vorbild in Franken.
Die weit bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende Orgelgeschichte von Wunsiedel ist immer wieder durch Brandkatastrophen gekennzeichnet.“

Vorgängerorgeln:

1472 Orgel vorhanden
1508 Neubau unbekannter Meister (Sebald Munecker, Bayreuth?)
1569 Neubau Jakob Haueisen, Bayreuth
1573 Umbau Matthias Tretzscher, Kulmbach
1731 abgebrannt
1739 Aufstellung der Purrucker-Orgel aus der Spitalkirche
1786 Neubau Georg Ernst II Wiegleb, Bayreuth-Kulmbach
1842, 1867 Reparaturen
1869 Neubau Steinmeyer, Oettingen
1903 abgebrannt
1906 Neubau Steinmeyer, Oettingen
1954 Umbau und Erweiterung Steinmeyer, Oettingen
1987 vermutlich Reinigung und Überarbeitung der Orgel

Quelle: Fischer/Wohnhaas


Folgende Arbeiten werden von uns Ausgeführt:

  • Reinigung und Überarbeitung der Orgel.
  • Ausbau aller Tascendeckel, Relaisschaltungen und Registerschaltungen
    -> Überarbeitung dieser in der Werkstatt.
  • Versetzen des vorhandenen Spieltisches nach unten in den Kirchenraum.
  • Lieferung eines neuen elektrischen Spieltisches für die Empore.
  • Einbau einer SPS-Sterung samt Setzeranlage.
  • Überarbeitung der Balganlage; Teilweise Neubelederung.
  • Nachintonation und Generalstimmung.

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